Digitalisierung

Die digitale Transformation eröffnet große Chancen für die Energiewende, für den Weg zur Klimaneutralität und für eine leistungsfähigere, transparentere Verwaltung. Sie kann Abläufe beschleunigen, Beteiligung erleichtern und neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit schaffen. Damit diese Potenziale wirklich genutzt werden können, braucht es jedoch einen umfassenden Digitalisierungsschub in allen gesellschaftlichen Bereichen. Mein Anspruch ist es dabei, digitale Teilhabe für alle Menschen zu ermöglichen und Barrieren konsequent abzubauen. Gleichzeitig muss Digitalisierung so gestaltet werden, dass sie nachhaltig ist und auf erneuerbaren Energien basiert, damit auch dieser Bereich seinen Beitrag zur Klimaneutralität leistet.

Ein zentraler Baustein dafür ist der Ausbau der digitalen Infrastruktur. Eine flächendeckende Versorgung mit schnellen Glasfaseranschlüssen macht Regionen unabhängiger von ihrem Standort und stärkt besonders den ländlichen Raum. Attraktive Arbeitsbedingungen, neue wirtschaftliche Perspektiven und gleichwertige Lebensverhältnisse hängen heute entscheidend von einer guten Netzanbindung ab. Deshalb setze ich mich dafür ein, die Netzabdeckung in Schleswig Holstein gezielt voranzutreiben und auch bei neuen Mobilfunkstandards bestehende Versorgungslücken zu schließen. Erfolgreiche Programme wie Schulen ans Netz sollen weitergeführt und die verfügbaren Bandbreiten ausgebaut werden. Auch das landesweite WLAN Angebot muss dauerhaft gesichert und weiterentwickelt werden, um öffentliche Orte besser zugänglich zu machen.

Parallel dazu ist es notwendig, die digitalen Angebote der Verwaltung konsequent auszubauen. Eine moderne digitale Verwaltung kann Abläufe vereinfachen, Zeit sparen und für mehr Transparenz sorgen. Sie bringt staatliche Angebote näher an die Menschen heran und ermöglicht einen unkomplizierten Zugang zu Leistungen von Land und Kommunen. Digitale Zugänge dürfen dabei kein Zusatz sein, sondern müssen selbstverständlich zu allen Verwaltungsangeboten dazugehören. Gleichzeitig sehe ich den wachsenden Einfluss großer Konzerne kritisch. Wo immer es möglich ist, setze ich mich dafür ein, öffentliche Behörden und Einrichtungen mit freier Software auszustatten. Offene Lösungen stärken die digitale Souveränität, erhöhen die Transparenz und verringern langfristig Abhängigkeiten.

Eine demokratisch gestaltete Digitalisierung steht und fällt jedoch mit der Frage der Teilhabe. Alle Menschen müssen die Möglichkeit haben, digitale Angebote zu nutzen und sich sicher in digitalen Räumen zu bewegen. Dafür braucht es umfassende digitale Bildung, die alle Altersgruppen und sozialen Hintergründe einbezieht. Niedrigschwellige und barrierearme Angebote sind entscheidend, um Zugänge zu schaffen und Berührungsängste abzubauen. Digitale Gerechtigkeit bedeutet auch, bestehende Ungleichheiten nicht zu verfestigen, sondern gezielt zu überwinden. Besonders wichtig ist mir dabei, mehr Frauen, inter, nicht binäre und trans Personen für Tätigkeiten im digitalen Bereich zu gewinnen und bestehende Wissens und Beteiligungslücken zu schließen.

Deshalb setze ich mich für eine stärkere Förderung von Mädchen und FLINTA* Personen im IT Bereich ein. Ziel ist es, eine ausgewogenere Besetzung von Stellen in der Informationstechnologie zu erreichen, sowohl in der Praxis als auch in Forschung und Lehre. Das betrifft Professuren und Dozentinnenstellen ebenso wie Projektförderungen. Spezielle Fördermittel für IT Projekte von Frauen und FLINTA* Personen sowie die Unterstützung von Hackathons können dazu beitragen, neue Zugänge zu schaffen, Netzwerke zu stärken und Vorbilder sichtbar zu machen.

Gleichzeitig muss Digitalisierung von Anfang an klimafreundlich gedacht werden. Der steigende Energiebedarf digitaler Anwendungen und der hohe Verbrauch endlicher Rohstoffe machen deutlich, dass Nachhaltigkeit kein Nebenthema sein darf. Ich setze mich daher konsequent für eine Green IT ein, die auf Energieeffizienz, erneuerbare Energien und ressourcenschonende Technologien setzt. Digitalisierung bietet hier auch große Chancen. Dienstreisen lassen sich reduzieren, Warenströme effizienter steuern und globale Kommunikation einfacher organisieren. Damit diese Potenziale systematisch genutzt werden, braucht es eine klare Landesstrategie für Green IT. Diese Strategie soll verbindliche Leitlinien setzen, Orientierung geben und nicht nur innerhalb der Landesverwaltung wirken, sondern auch darüber hinaus Impulse für eine nachhaltige digitale Entwicklung geben.

Was ich bisher erreicht habe:

  • Eckpunkte für die Digitalstrategie der Landesverwaltung erarbeitet
  • Auf Antrag der Fraktion Entwicklung einer GreenIT Strategie 
  • Auf Antrag der Fraktion Entwicklung eines Digitalcheck der alle Vorhaben auf ihre Digitalität prüft
  • Veröffentlichung der Green IT Strategie und eine Gesetzesänderung des Landesverwaltungsgesetzes mit dem Thema Digitalisierung
  • Durchführung einer Open Source Migration der Landesverwaltung
  • Gesetz zur Digitalisierung des Mitbestimmungsrechts, welches die Mitbestimmung der Gewerkschaften regelt
  • Arbeit am Digitalisierungsbeschleunigungsgesetzes
  • Einführung von Digitalassistenten