Die Trockenlegung des Alten Moorsees im Kieler Süden geht auf den Beginn des 19. Jahrhunderts zurück. In der Sitzungs des Ortsbeirates Meimersdorf-Moorsee (20.05.) wird die Wiedervernässung des Moorsees thematisiert. Mehr als 220 Jahre nach Beginn der Entwässerung fordern BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Kiel die Wiedervernässung des Alten Moorsees.
Hierzu äußert sich Nelly Waldeck, klimapolitische Sprecherin der Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und regional zuständige Abgeordnete für den Wahlkreis Kiel-Ost:
„Moore sind nicht nur richtige Klimaschutz-Booster, sondern schaffen als Naturraum auch Lebensqualität für die Kieler*innen. In Zeiten der Klimakrise ist es richtig, die Potentiale des natürlichen Klimaschutzes zu nutzen und gleichzeitig Naherholungsgebiete für die Menschen zu schaffen. Ziel ist ein Ort, der Mensch und Natur zusammenbringt und schützt. Im weiteren Prozess müssen der Ortsbeirat, die privaten Grundstückseigentümer*innen und die Naturschutzverbände mitgenommen sowie gute Lösungen für alle Beteiligten gefunden werden.
Finn Pridat, Kreisvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Kiel ergänzt:
„So wie der Mensch Rückzugsräume braucht, braucht auch die Natur Ruheorte. Die Wiedervernässung des Alten Moorsees ist ein ökologisches Allzweckmittel, weil Klima, Artenvielfalt und Natur geschützt werden. Über 220 Jahre nach Beginn der Entwässerung ist es richtig, an die Zukunft zu denken und in Meimersdorf-Moorsee wieder einen Moorsee zu schaffen.
Der Kieler Süden wächst, und die Wiedervernässung ist ein zentrales Element für ein soziales und ökologisches Quartier. Die Stadt muss entsprechende Flächen für die Wiedervernässung vorhalten und in Verhandlungen mit den privaten Grundstückseigentümer*innen treten.
Nach der Wiedervernässung bietet es sich an, Bildungsangebote vor Ort zu schaffen und so die Rolle des Gebiets sowie die Relevanz dieses natürlichen Ruheorts für Menschen, Tiere und Pflanzen zu vermitteln. Mittelfristig ist ein besonderer Schutz des Alten Moorsee in Form eines Landschaftsschutz- oder Naturschutzgebiets naheliegend.“
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